Landrat-Lucas-Weg
Aus Berg-Mark-Wege.de
|
Landrat-Lucas-Weg | |
|---|---|
| Frühere Wegzeichen | |
| Weglänge | ca. 24,2 km |
| Steigung | 848 Höhenmeter |
| Gefälle | 813 Höhenmeter |
| Steigungsquotient | 35 Höhenmeter pro km |
| Gefällquotient | 33,6 Höhenmeter pro km |
| Interessante Punkte | Innenstadt Opladens, Wietschermühle, Wietsche, Skulpturenpark "SinnesWald", Schmerbachmühle, Ringwallanlage Motte Zoppesmur, Kotten an der Wupper, Aussichtspunkt Klippenberg, Hundedenkmal Rüdenstein, Obenrüdener Kotten, Aussichtspunkt über das Tal der Wupper auf Haus Hohenscheid, Blick hinab auf Balkhausen, dem Balkhauser Kotten und Glüder, Wasserwerk Glüder, Solinger Tierheim, Stauwehranlage, Seilbahn, Schloss Burg, Unterburg |
| KMZ-Datei | Datei:Landrat-Lucas-Weg.kmz |
| Ausgangspunkt: Bahnhof Leverkusen—Opladen Bahnhof Anreise — Abreise N 51° 03' 57.8", O 7° 00' 29.8" Ausgangspunkt: Bushaltestelle Leverkusen—Opladen Busbahnhof Anreise — Abreise N 51° 04' 04.9", O 7° 00' 24.0" Bushaltestelle Leichlingen—Balken Anreise — Abreise N 51° 05' 24.5", O 7° 01' 20.2" (ca. 300 zum Wanderweg) Bushaltestelle Leichlingen—Sonne Anreise — Abreise N 51° 05' 51.4", O 7° 01' 50.6" Bushaltestelle Leichlingen—Bergerhof Anreise — Abreise N 51° 06' 55.8", O 7° 01' 44.2" Bushaltestelle Solingen—Rüden Anreise — Abreise N 51° 07' 45.7", O 7° 03' 56.3" (ca. 350m Fußweg zum Wanderweg) Bushaltestelle Solingen—Wüstenhof Anreise — Abreise N 51° 08' 18.5", O 7° 05' 08.8" (ca. 200m Fußweg zum Wanderweg) Bushaltestelle Solingen—Glüder Anreise — Abreise N 51° 08' 01", O 7° 07' 08" (ca. 150m Fußweg zum Wanderweg) Endpunkt: Bushaltestelle Solingen—Burg, Brücke Anreise — Abreise N 51° 08' 17", O 7° 08' 52" | |
| Ausgangspunkt: N 51° 03' 59.1", O 7° 00' 27.4" N 51° 05' 13.9", O 7° 01' 24.0" N 51° 05' 39.6", O 7° 02' 06.9" N 51° 07' 47.0", O 7° 03' 00.1" (ca. 150m Fußweg zum Wanderweg) N 51° 07' 43.5", O 7° 03' 58.1" (ca. 150m Fußweg zum Wanderweg) N 51° 07' 37.5", O 7° 04' 20.8" (ca. 450m Fußweg zum Wanderweg) N 51° 08' 13.9", O 7° 05' 07.9" N 51° 08' 03.7", O 7° 07' 08.2" (Gebührenpflichtig) N 51° 07' 57.6", O 7° 07' 12.7" Endpunkt: N 51° 08' 14", O 7° 08' 54" | |
| Vielfältige Gastronomie im Ortskern Opladens, darunter: Gaststätte Restaurant Zur Kutsche Balken 5 • 42799 Leichlingen N 51° 05' 32.1", O 7° 01' 18.8" Gaststätte Restaurant Wietscher Mühle Wietsche Mühle 21 • 42799 Leichlingen N 51° 05' 39.8", O 7° 02' 04.5" Gaststätte Restaurant Haus Oberschmitte Oberschmitte 46 • 42799 Leichlingen N 51° 07' 11.8", O 7° 02' 6.9" Gaststätte Restaurant Haus Friedrichsaue Friedrichsaue 43 • 42657 Solingen N 51° 07' 45.4", O 7° 02' 56.3" Gaststätte Restaurant Haus Fähr Fähr 14 • 42799 Leichlingen N 51° 07' 35.6", O 7° 03' 55.5" Gaststätte Restaurant Haus Rüden Untenrüden 41 • 42657 Solingen N 51° 07' 45.5", O 7° 03' 59.7" Gaststätte Restaurant Haus Rüdenstein Obenrüden 72 • 42657 Solingen N 51° 07' 35.5", O 7° 04' 19.3" Gaststätte Restaurant Landhaus Wupperhof Obenrüden 72 • 42657 Solingen N 51° 08' 14.2", O 7° 05' 01.3" Gaststätte Campingklause Glüder Campingplatz Glüder • 42659 Solingen N 51° 08' 01", O 7° 07' 04" Vielfältige Gastronomie im Ortskern Oberburgs und in und um Schloss Burg, darunter: Waffelhaus zum Bergischen Löwen, Zum Rittersturz, Zur schönen Aussicht, Café Voigt, Zu den Terrassen, Schloss-Restaurant, Alte Schlossküche, Burghof, Café Kalkum, Laber, Eiscafé Alanya, Niggemann, Schlossblick, Armer Ritter | |
| Meine Wertung | |
Der Bezirkswanderweg 5 der SGV Region Bergisches Land/Rheinland (ehemals SGV Bezirk Bergisch Land), auch Landrat-Lucas-Weg genannt, war bis zum Sommer 2003 als Zugangsweg vom Bahnhof im Leverkusen-Opladen zum Schlösserweg (Hauptwanderweg
bei Solingen-Burg gedacht und besaß bis dahin auch das Wegzeichen
eines Zugangswegs. Im Sommer 2003 wurde der Weg neu gezeichnet, in den Rang eines "richtigen" Bezirkswanderwegs erhoben und mit dem Wanderzeichen
versehen.
Dieser sehr schöne Weg beginnt noch recht flach in Opladen, wird aber im Verlauf immer hügeliger und bietet in den Wupperbergen einige sehr fordernde Steigungen, sowie Streckenabschnitte, an denen der schmale Pfad direkt neben 80 Meter tiefen Abgründen verläuft. Dafür entschädigt der Weg mit grandiosen Blicken in das Tal der Wupper und bietet zahlreiche kulturhistorisch interessante Stätten am Wegesrand.
Noch mal zur Mahnung: Wer diesen Weg erwandert, sollte Kondition besitzen, trittsicher sein und in den Wupperbergen keinesfalls im Dunkeln gehen.
Inhaltsverzeichnis |
Wegbeschreibung
Der Weg beginnt am Bahnhof des Leverkusener Stadtteils Opladen bzw. am nahe gelegenen Busbahnhof am Rande der hiesigen Fußgängerzone. Das Innenstadtgebiet wird schnell verlassen und hinter einer Hauptstraße schließt sich schnell das Wohngebiet an der Lucasstraße an. Dieser Straßenname belegt, ebenso wie der Name dieses Wanderwegs und das nach ihm benannte Lucas-Gymnasiums, die Verehrung des Landrates Dr. Adolf Lucas, der im Landkreis Solingen zu Anfangs des 20. Jahrhunderts gewirkt hatte.
Das Wohngebiet wird zügig durchschritten und nun geht es an den Gleisen der Bahnstrecke Wuppertal — Köln entlang über eine Auwiese des entfernten Wupperufers. Nach wenigen hundert Metern verzweigt sich die Bahnstrecke und der Weg führt über einen beschrankten Bahnübergang über den Abzweig der Bahnstrecke nach Düsseldorf. Unmittelbar hinter dem Übergang folgt der Weg der Düsseldorfer Bahnstrecke ein paar hundert Meter, biegt dann an einen Hang nach rechts ab und führt zum Ufer der Wupper, die in einer Schleife auch ihren Weg hierhin gefunden hat.
Am Ufer entlang wird nun auch die Bahnstrecke nach Wuppertal unterquert, die auf einer sehenswerten Brücke die Wupper überquert. Nach ein paar hundert Metern auf dem Uferweg wird dieser verlassen und es geht nun am Hang oberhalb der Wupper auf schmalen Waldwegen weiter, wobei der Uferweg nur wenige Meter dazu parallel verläuft. Bald wird die Landesstraße L359 zwischen Bergisch-Neukirchen und Leichlingen erreicht und auch kurz darauf überquert. Der Weg wendet sich hier zunächst erst einmal von der Wupper ab und führt in Serpentinen den Hang hinauf in ein Waldgebiet hinein, das zwischen Leverkusen-Imbach und Leichlingen-Balken gelegen und als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.
Über einen Bach geht es zur Straße Neuenkamp, dort durch die gleichnamige, etwas langweiligen Siedlung und nach etlichen Metern aus dem Asphaltband und auf der anderen Seite hinab in das Murbachtal zur Wietscher Mühle. Hinter der zur Gaststätte umgebauten Mühle liegt der Flecken Wietsche, durch den es hinauf zur Hofschaft Sonne geht. Zuvor sollte man sich aber Zeit nehmen und die Skulpturen des Skulpturenparks "SinnesWald" im Murbachtal betrachten. Bei der Hofschaft Sonne trifft der Weg auf die Landesstraße L294, die Leichlingen-Stadt mit Witzhelden verbindet, und folgt dieser mehrere hundert Meter in Richtung Witzhelden. In Höhe einer Obstscheune biegt der Weg scharf nach links in den Wald ab und führt auf schmalen Wegen hinab in das Weltersbachtal.
Der Weltersbach wird bei Hasensprung erreicht und überquert und nun geht es entlang dem Schmerbach durch das Waldgebiet Roderbirken an der Schmerbachmühle vorbei zur Leichlinger Ortschaft Bergerhof. Diese wird durchquert und unmittelbar darauf der Flecken Oberschmitte erreicht. Der Weg führt an der Grundschule Bennert vorbei und auf einem kleinen Sträßchen hinab in das Tal der Wupper zur Ortschaft Leysiefen. Die Wupper bildet nun auf weiter Strecke (bis Glüder) die Grenze der Städte Solingen und Leichlingen. Von Leysiefen geht es an den Resten der Ringwallanlage Motte Zoppesmur vorbei zum Wupperufer und führt im Gleichlauf mit dem Bezirkswanderweg
, dem Wupperweg, auf dem Uferweg entgegen der Fließrichtung des Flusses nach Fähr und passiert dabei den Untenfriedrichstaler Kotten, den Obenfriedrichstaler Kotten und den ebenfalls auf der anderen Wupperseite gelegenen Flecken Friedrichsaue.
Bei Fähr führt eine Brücke über die Wupper zum hübschen Fachwerkdorf Untenrüden, die aber links liegen gelassen wird und über die der Wupperweg diesen Weg hier wieder verläßt. Nun beginnt der erste der beiden mehr als 100 Meter hohen Anstiege, die im Laufe dieses Wanderwegs bewältigt werden müssen; hier den Klippenberg hinauf. Die Mühe wird kurze Zeit später oben an einem Aussichtspunkt mit einem tollen Blick in das Tal der Wupper auf Unten- und Obenrüden belohnt.
Kaum hat man sich darüber gefreut, oben angekommen zu sein, geht es auf Serpentinen direkt wieder hinab zur Wupper, die bei dem Hundedenkmal Rüdenstein und dem auf der anderen Wupperseite gelegene Obenrüdener Kotten wieder erreicht wird. Durch den Auwald und die Auwiesen führt der Weg nun weiter zur Doppelortschaft Wüstenhof / Wupperhof, wo nach Überquerung der Landesstraße L427 zwischen Solingen und Leichlingen der zweite große Anstieg ansteht. Bei einem Gewerbebetrieb führt der Weg schräg in den bewaldeten Hang mit Blick auf das kleine Wasserkraftwerk Auer Kotten hoch. Dieser Anstieg scheint schier endlos und überwindet wiederrum mehr als 100 Höhenmeter am Stück. Oben befindet sich in Höhe Wolfstall ein Aussichtspunkt über das Tal der Wupper auf Haus Hohenscheid.
Auch hier geht es recht schnell wieder hinab in das Betscheider Bachtal, wobei dabei teilweise Felsstufen zu überwinden sind. Noch einmal kurz über einen Hohlweg den Hügel hinauf, dann liegt der gröbste Teil der Steigungen hinter einem. Dafür führt der Pfad nun hart am 50-80 Meter tiefen Abgrund entlang zum Raderhofener Bach, überquert ihn auf einer kleinen Holzbrücke und auf sehr schmalen Pfaden an noch höheren Abgründen geht es nun hinab nach Glüder . So sehr die Abgründe zur Vorsicht mahnen, so bieten sie dennoch an mehreren Stellen einen tollen Blick hinab auf Balkhausen, den Balkhauser Kotten und Glüder. Bei Glüder wird die Kreisstraße K4 zwischen Solingen und Witzhelden überquert und an der Wupper entlang wird im Gleichlauf wieder mit dem Wupperweg das Wasserwerk Glüder bei Strohn erreicht. In Hörweite des Solinger Tierheims folgt der Weg dem Obergraben des kleinen Wasserkraftwerks , das Teil des Wasserwerk Glüder ist, in den Hang hinein.
An der eindrucksvollen Stauwehranlage, die das Wasser des Obergrabens von der Wupper abzweigt, und der Burger Kläranlage vorbei geht es nun durch den Wald nach Unterburg. Die Seilbahn von Unterburg hoch nach Schloss Burg wird noch unterquert, dann wird der Endpunkt des Wegs in Unterburg erreicht.
Wegzustand und Begehbarkeit
Der Asphaltanteil des Weges ist sehr niedrig. Längere Asphaltstrecken gibt es nur innerhalb Opladens, zwschen Wietsche und Sonne und bei Oberschmitte. Der große, überwiegende Teil des Weges verläuft über Waldwege, die auch öfters mal schmal ausfallen. Einige Streckenabschnitte sind recht morastig. So z.B. sollte man schon zu Beginn des Weges kurz vor und an der Wupper mit Moraststellen rechnen, sowie mit ein paar Harmloseren im Naturschutzgebiet zwischen Balken und Imbach.
Der Pfad von der Landesstraße L294 bei Sonne hinab in das Weltersbachtal ist auch teilweise schlammig und recht schmal, der Eingang in den Pfad recht versteckt. In Oberschmitte/Bennert geht es auf einem versteckten Pfad zwischen Grundschule und Wohnhäusern entlang.
Die Pfade in den Wupperhängen sind sehr schmal, besitzen teilweise extrem steile, schier endlose Auf- und Abstiege (Kleine Felsstufen müssen überwunden werden) und verlaufen zu einem Gutteil hart am Abgrund. Streckenweise geht es dort unmittelbar neben dem keinen Meter breiten Pfad dutzende von Metern nahezu senkrecht hinab. Einmal fehlgetreten oder ausgerutscht und die Abwärtsbewegung würde erst 50-100 Meter tiefer in der Wupper enden. Deshalb hier nochmal der deutliche Hinweis, daß konditionell schwächere und unerfahrene Wanderer dort den Weg nicht gehen sollten. Spaziergänger, womöglich noch im Dunklen, haben hier nichts zu suchen.
Bis zum Sommer 2003 war der Landrat-Lucas-Weg mit dem Wegzeichen
versehen gewesen. Auch wenn man sich Mühe gegeben hat, dieses Zeichen auszuradieren, so findet man es noch recht häufig und kann es ergänzend zur Wegsuche verwenden. Der Weg ist auch in Gegenrichtung erwanderbar, die Wegzeichen sind in beide Gehrichtungen angebracht worden.
Hinweis
Schwierige Wegverhältnisse bei Balken! Im März 2011 haben Forstarbeiten im Wald bei Leichlingen-Balken stattgefunden. Die Wege sind jetzt dort in einem sehr schlechten Zustand.
Wegverlauf
Streckenänderungen
Im Laufe der Zeit haben sich bereits ein paar Änderungen in der Streckenführung ergeben:
| Jahr | Änderung |
| ca. 2007 | Verlegung im Naturschutzgebiet zwischen Oberschmitte und Leysiefen Bis dahin verlief der Weg über schöne naturbelassene Waldpfade durch den Forst. Nach der Verlegung folgt der Weg nun komplett der asphaltierten Straße Oberschmitte bis Leysiefen, wobei sich die Wegstrecke auch ein Stück verlängerte. |
| 2007 | Verlegung im Naturschutzgebiet Balken 1 Ein Privatweg vor Neuenkamp wurde von dem Eigentümer gesperrt, so dass der Weg im Naturschutzgebiet Balken nicht mehr über eine Brücke über einen Siefen zu dem Privatweg, sondern dort weiter geradeaus auf einem Reitweg zum Neuenkamper Weg führte. |
| 2010 | Verlegung im Naturschutzgebiet Balken 2 Der Weg führt nun nicht mehr auf obiger Umleitung zum Neuenkamper Weg, sondern biegt vorher nach Balken ab und folgt dem Neuenkamper Weg nach Neuenkamp hinein. Der Weg verlängerte sich dadurch erheblich um längliche Morastabschnitte und eine lange, recht unattraktive Passage auf einer Asphaltstraße durch die Wohnsiedlung Neuenkamp. |
