Herzkämper-Mulde-Weg

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Wegzeichen Herzkämper-Mulde-Weg

Herzkämper-Mulde-Weg
Sprockhövel, Hattingen
Gennebreck und ObersprockhövelOberelfringhausen

Karte Herzkämper-Mulde-Weg
Höhenprofil Herzkämper-Mulde-Weg
Weglänge ca. 9,5 km
(inkl. mehrerer Stichwege zu den Sehenswürdigkeiten)
Steigung 214 Höhenmeter
Steigungsquotient 22,5 Höhenmeter pro km
Interessante Punkte Die bergbauhistorischen Stätten der Herzkamps, des oberen Felderbachs und der Herzkämper Mulde
KMZ-Datei Datei:Herzkämper-Mulde-Weg.kmz
ÖPNV ÖPNV Haltepunkte
Ausgangspunkt:
Bushaltestelle Sprockhövel—Herzkamp Kirche
AnreiseAbreise
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Buslinie 332, 593 und 634
N 51° 18' 41.1", O 7° 12' 10.3"
Bushaltestelle Sprockhövel—Herzkamp Brink
AnreiseAbreise
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Buslinie 332, 593 und 634
N 51° 18' 51.6", O 7° 12' 35.5"
Bushaltestelle Sprockhövel—Rottenberger Weg
AnreiseAbreise
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Buslinie 332, 583 und 593
N 51° 19' 21.4", O 7° 13' 50.7"
Parkplatz PKW Abstellmöglichkeiten
Empfohlener Ausgangspunkt:
Wanderparkplatz Wanderparkplatz Herzkamp
N 51° 18' 51.8", O 7° 12' 25.1"
Wanderparkplatz Wanderparkplatz Bruch
N 51° 19' 16.6", O 7° 13' 05.6"
Restaurant Gastronomie Café

Landgasthaus Auf dem Brink

Elberfelder Straße 100 • 45549 Sprockhövel
N 51° 18' 52.6", O 7° 12' 37.6"
Gaststätte Restaurant Zum Spitzbub
Elberfelder Straße 130 • 45549 Sprockhövel
N 51° 18' 45.9", O 7° 12' 13.5"
Gaststätte Restaurant Zur Alten Post
Elberfelder Straße 139 • 45549 Sprockhövel
N 51° 18' 41.8", O 7° 12' 12.2"
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Wanderführer Herzkämper-Mulde-Weg

Der Herzkämper-Mulde-Weg ist ein Wanderweg mit kulturhistorischem Hintergrund. Er wurde vom Heimat- und Geschichtsverein Sprockhövel e.V. und dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten e.V. entwickelt und führt zu alten Bergwerken und bergbauhistorischen Stätten in der über 400jährigen Geschichte des Kohleabbaus im Stadtgebiet von Sprockhövel, der Wiege des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet. Dieser bergbauhistorische Wanderweg führt zu alten Bergwerken und bergbauhistorischen Stätten in der über 400jährigen Geschichte des Kohleabbaus im Bereich vom Herzkamp, wo die Kohlenflöze bis an die Erdoberfläche reichen.

Es sollen an dieser Stelle nicht die 17 bergbauhistorischen Sehenswürdigkeiten des Weges im Detail beschrieben werden, dazu verweise ich auf das weitaus kompetentere Fachwissen des HGV Sprockhövel e.V. Die Interessanten Punkte werden auch durch ausführliche Hinweistafeln erklärt.

Sehr informativ und für die Erwanderung des Herzkämper-Mulde-Wegs fast unverzichtbar, ist die Informationsbroschüre mit Wanderkarte "Die Spur der Kohle: Der Herzkämper-Mulde-Weg" des HGV Sprockhövel e.V., die in dessen Heimatstube, im Bürgerbüro (Rathaus Haßlinghausen), oder beim Verkehrsverein (im alten Amtshaus in Niedersprockhövel) gegen einen kleinen Kostenbeitrag zu erwerben ist.

Inhaltsverzeichnis

Stationen

Der Bergbauwanderweg führt zu 17 Stätten und Objekten der Bergbaugeschichte, von denen elf vor Ort mit informativen Schautafeln erläutert werden.

  1. Neugotische Kirche Herzkamp (1862), die eng mit der Geschichte des örtlichen Bergbaus verknüpft ist.
  2. Gasthof Zur Post (1785) der Familie Lehn. Der Schankwirt Heinrich Peter von Lehn war zugleich Schichtmeister der Zeche Stöckerdreckbank. Neben der Gastwirtschaft besaß die Familie Kuxenanteile und erhob Wegzoll für die Kohletransporte über die Hauptstraße.
  3. Schacht Neu Herzkamp (1714) der Zeche Stöckerdreckbank. Der Schacht war der südlichste des gesamten Ruhrgebiets.
  4. Hausbandweberei Prange und Brennerei Bräuckelchen, Nebenerwerbsplätze der Bergmannsfamilien
  5. Bauernplatz (Versammlungsort) Egen
  6. Hofschaft Fahrentrappe, erstmals 837 erwähnt
  7. Lichtloch des Herzkämper Erbstollens (1773). Der Herzkämper Erbstollen wurde 1860 durch den Dreckbänker Erbstollen abgelöst.
  8. Stollenmundloch des Kreßsieper (Christsieper) Erbstollens (1731)
  9. Halden am Kreßsieper Weg
  10. Alte Kohlenstraße
  11. Ringelsiepen, Halde der Zeche Sieper und Eisenerzverhüttung (um 1650)
  12. Der Pingenwald, Zeche Buschbank und Bergwerk Sieper und Mühler
  13. Ortschaft Alter Schee. Zollkontor zwischen der Grafschaft Mark und dem Herzogtum Berg, Bahnhof an den Bahnstrecken Bahnstrecke Wuppertal-Wichlinghausen–Hattingen und Schee–Silschede. Das Flöz Dreckbank beißt hier aus; der Bergbau hier wird 1547 erstmals erwähnt.
  14. Pingen im Wäldchen In der Hütte (St. Moritz), Bergwerk Hüterbank
  15. Schacht Gustav des Eisensteinbergwerks Neu Herzkamp
  16. Die Höfe Zur Mühlen
  17. Hofschaft Der Große Siepen

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt für die Wanderung ist die neugotische Kirche Herzkamp. Von dort geht es kurz entlang der Elberfelder Straße und biegt an der alten Gaststätte "Zur Post" ab zum Schachtgebäude des Schachtes "Neu Herzkamp". Weiter geht es über Egen zur 832 erstmals erwähnten Hofschaft Fahrentrappe, wo die Mund- und Lichtöffnungen der Herzkamper- und Kreßsieper Erbstollen zu besichtigen sind. Entlang des Felderbachs und weiterer Lichtlöchern der Erbstollen geht es über die alte Kohlenstraße "Löhener Straße" zum Ringelsiepen mit der alten Schmiede.

Wendet man sich dort nach Rechts, so gelangt man zur Abraumhalde des Schacht Carl. Der Weg führt aber direkt hinter dem Wohnhaus nach links in den Pingenwald hinein, wo er auf die Grubenfelder, Schächte, Halden und Einsturztrichter (Pingen) des Bergwerke Buschbank und Sieper & Mühlen trifft. Weiter geht es zur alten Ortschaft Schee, wo die Grenze zum Bergischen Land verlief. Es geht weiter durch die Anlage des Golfplatzes an der alten Hütte St.Moritz vorbei. Hinter St.Moritz führt ein Stichweg zum Schacht Gustav. An den Bergbauhofschaften Großer Siepen und Mühlen geht es wieder zurück nach Herzkamp.

Wegzustand und Begehbarkeit

Die Wege sind asphaltiert oder im gutem Zustand. Im Pingenwald hinter Ringelsiepen geht es dagegen auf schlammigen Waldpfaden. Die Wanderzeichen sind nur sehr selten angebracht und entsprechen nicht dem üblichen Niveau. Infolgedessen ist eine Begehung ohne die Informationsbroschüre nicht anzuraten. Auch sind Abzweige oftmals nicht gekennzeichnet oder verweisen gleichzeitig in zwei Richtungen. Eine Richtung führt dann immer als Stichweg zu einem interessanten Punkt, wo er sich wieder wendet und zum Abzweig wieder zurückführt. Die andere Richtung verweist dann auf die Hauptrichtung.

Wegverlauf

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