Erlebnisweg Morsbach
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Erlebnisweg Eschbach
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| Weglänge | ca. 11,2 km |
| Steigung | 291 Höhenmeter |
| Gefälle | 396 Höhenmeter |
| Steigungsquotient | 26 Höhenmeter pro km |
| Gefällquotient | 35,4 Höhenmeter pro km |
| Interessante Punkte | Alte Hämmer- und Schleifkotten im Morsbachtal u.a. Hilbertshammer und Steffenshammer, Kunstwerke, Fachwerkhäuser, Stollenmundloch |
| KMZ-Datei | Datei:Erlebnisweg Morsbach.kmz |
| Ausgangspunkt: Bushaltestelle Remscheid—Stollen Anreise — Abreise N 51° 12' 18.7", O 7° 12' 55.7" (ca. 600m entlang der Straße Stollen zum Hilbertshammer) Bushaltestelle Remscheid—Clarenbach Anreise — Abreise N 51° 11' 56.9", O 7° 11' 42.6" Bushaltestelle Remscheid—Platz Anreise — Abreise N 51° 12' 21.2", O 7° 10' 21.2" (ca. 200m Fußweg zum Wanderweg) Bushaltestelle Remscheid—Gerstau Anreise — Abreise N 51° 12' 02.4", O 7° 09' 32.4" Bushaltestelle Remscheid—Aue Anreise — Abreise N 51° 11' 28.2", O 7° 08' 37.1" Bushaltestelle Remscheid—Morsbach Anreise — Abreise N 51° 10' 44.1", O 7° 09' 05.9" (ca. 150m Fußweg zum Wanderweg) Endpunkt: Bushaltestelle Solingen—Müngstener Brückenpark Anreise — Abreise N 51° 09' 46.1", O 7° 08' 15.4" (ca. 400m Fußweg zur Haltestelle) Endpunkt: Bahnhaltepunkt Solingen—Schaberg Anreise — Abreise N 51° 09' 48", O 7° 07' 41" (ca. 800m Fußweg zum Haltepunkt) | |
| Ausgangspunkt: N 51° 12' 03.9", O 7° 11' 58.8" (ca. 900m entlang der Straße Stollen zum Hilbertshammer) N 51° 12' 08.6", O 7° 09' 59.2" Endpunkt: N 51° 10' 01.3", O 7° 08' 12.8" Endpunkt: N 51° 09' 59.5", O 7° 08' 04.8" | |
| Gaststätte Restaurant Wildschütz Aue N 51° 11' 27.9", O 7° 08' 36.8" Gaststätte Restaurant Landhaus Morsbachtal Morsbach 25 • 42857 Remscheid N 51° 10' 39.0", O 7° 09' 05.7" Gaststätte Restaurant Haus Müngsten Müngstener Brückenweg 71 • 42659 Solingen N 51° 09' 41.4", O 7° 08' 07.6" Imbissrestaurant Müngstener Brückenpark Müngstener Brückenpark • 42659 Solingen N 51° 09' 44.0", O 7° 08' 12.2" | |
| Meine Wertung | |
Die bergische Strukturförderungsinitiative Regionale 2006 hat im Jahr 2006 entlang dem Lauf der Flüsse und Bäche Wupper, Morsbach und Eschbach sogenannte Wandererlebniswege erschaffen, die von dem SGV in das Wanderwegenetz übernommen wurden. Diese Wandererlebniswege, auch Wassererlebniswege oder kurz Erlebniswege genannt, führen zwar meist über schon altbekannte Wanderwege, informieren aber mittels aufgestellte Tafeln über die reichhaltige Industriegeschichte der Region, in der die Wasserkraft seit dem Mittelalter für den Betrieb von unzähligen Hammerwerken und Schleifkotten genutzt wurde. So gab es gegen Ende des 19. Jahrhunderts alleine am Morsbach und seinen Nebenbächen 79 Hammeranlagen und 55 Schleifkotten.
Die meisten dieser wie an der Perlenschnur alle 50 - 200m an den Bächen aufgereihten Anlagen sind verschwunden und nur noch Ortsnamen erinnern an sie. Von einigen kann man noch die wassertechnischen Bauten und die Gebäude erkennen und andere waren wiederum die Keimzelle von heute modernen, metallverarbeitenden Gewerbebetrieben am gleichen Standort. Einige wenige aber sind noch in musealer Form ursprünglich erhalten geblieben und geben einen Einblick in die vor- und frühindustrielle Metallverarbeitung, die die bergische Region einst zu einem der größten Wirtschaftszentren Mitteleuropas - noch weit vor dem Ruhrgebiet - gemacht hatten. Neben den industriegeschichtlichen Sehenswürdigkeiten sorgen eigens aufgestellte Kunstwerke für Abwechslung. Viele der Installationen laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein.
Hier wird der Erlebnisweg Morsbach beschrieben, der von dem Hilbertshammer bei Leyermühle bis nach Müngsten führt. Zahlreiche markierte Zugangswege binden den Erlebnisweg an andere Wandergebiete der Wuppertaler Südhöhen an.
Inhaltsverzeichnis |
Wegbeschreibung
Der Erlebnisweg Morsbach beginnt am Hilbertshammer, ein wassergetriebenes Hammerwerk, das von 1726 bis 1943 zur Herstellung von Raffinierstahl diente. Die Anlage ist betriebsbereit, kann innen aber nur nach Absprache besichtigt werden. Das Außengelände mit dem Stauteich ist dagegen frei begehbar. Von hier führt der Weg entlang dem Leyerbach, einem der beiden Quellbäche des Morsbachs, in Fließrichtung. Der Fußweg durchquert eine Siedlung und trifft bei Clarenbach auf die Ronsdorfer Straße (Landesstraße L157), der über die Kreuzung mit der Morsbachtalstraße hinweg hinauf zur Haddenbacher Straße gefolgt wird.
Hier, im innerstädtischen Ambiente, vereint sich der Leyerbach und der Diepentaler Bach zum Morsbach und kurz darauf geht es nach rechts in den kleinen Neuplatzer Weg hinein. Der Weg folgt der nur spärlich bebauten Anliegerstraße, die ein Stück oberhalb des Morsbachs und der zu ihm parallelen Morsbachstraße verläuft, bis zum Gründerhammer. Die Morsbachstraße ist heute nur eine schmale Landstraße, aber bis zur Stillegung 1954 mußten sich die Kraftfahrzeuge die Straße mit der Trasse der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn teilen, deren Gleise in Straßenplanum lagen. Neben Güterzügen befuhren nach der Elektrifizierung auch planmäßige Straßenbahnen die Strecke. Die Strecke selbst wurde u. a. erbaut, um die zahlreichen Werke im Morsbachtal mit Kohlen für die Essen und Dampfmaschinen zu versorgen und um die gefertigen Produkte abzutransportieren.
Von Gründerhammer geht es oberhalb der Morsbachtalstraße weiter zur Remscheider Siedlung Platz, die sehr schöne bergische Schieferhäuser besitzt. Über die Clemenshammer Straße geht es hinab zur Morsbachtalstraße, wo Bach und Landstraße zum Wohnplatz Clemenshammer am ausgehenden Gelpetal hin überquert wird. Natürlich war auch Clemenshammer Standort von Hammerwerken, von denen der Steffenshammer noch heute im betriebsbereiten Zustand ist und unbedingt besichtigt werden sollte.
Hier endet der eher unattraktive bisherige Verlauf auf Asphaltstraßen und Waldwege bestimmen nun den weiteren Weg. Ab Clemenshammer beginnen auch die Kunstwerke, die man mit offenen Augen leicht finden kann. Bei Gerstau wird die Hastener Straße überquert und der Wohnplatz rasch durchschritten. Nach einem kurzen Waldweg kommen zwei Aussichtspunkte, nun schon auf Wuppertaler Gebiet, von dem man zum einen auf die Ortschaft Aue im Tal und zur anderen Seite auf einen Gewerbebetrieb blicken kann, dessen Ursprünge ebenfalls in einem Jahrhunderte alten Hammer liegt und dessen Betreiberfamilie in vielen lokalen Chroniken seit dem Spätmittelalter verzeichnet ist. Auch hier erläutern Tafeln kurz die Geschichte.
Die folgende Siedlung Breitenbruch besitzt Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert und ebenfalls eine Gewerbeansiedlung, die am Fuße des Berges umgangen wird. Hinter dem Wohnplatz Bruscheid mündet das Rheinbachtal im Morsbachtal, in dem ein kurzes Stück abseits des Erlebniswegs auch alte Stauteiche zu besichtigen sind. Der Weg folgt weiter dem Lauf des Morsbachs und erreicht nach zwei unbefestigten Bachquerungen und leichten Steigungen den Ort Berg, durch den es am Prangerkotten vorbei hinab bis auf die Höhe des Ortes Morsbach geht. Der Ort wird links liegen gelassen und über eine Bachaue wird vor Engelskotten die Morsbachstraße erreicht und anschließend wie der Morsbach überquert. Vor der Straße ist noch ein altes Stollenmundloch zu besichtigen, vermutlich Zeugnis des Eisenerzabbaus, der bis zum 18. Jahrhundert im Cronenberger Raum betrieben wurde.
Hier steht nach Überquerung der Grenze zu Remscheid die größte Steigung des Weges an, es gilt nun mehr als 50 Höhenmeter zu überwinden. Erst geht es, den Morsbach nun verlassend, ein Stück durch den Wald hoch zur Siedlung Gockelshütte, dann weiter zur Solinger Straße (Bundesstraße B229) und nach deren Überquerung einen steilen Serpentinenpfad hoch zu einem Waldweg im Schimmelbusch. Oben angekommen geht es nun durch den Wald direkt wieder hinab nach Müngsten, wo an der Straßenkreuzung der Solinger Straße mit der Landesstraße L74, der Remscheider Straße und der Morsbachtalstraße der Weg endet und auf dem Erlebnisweg Wupper trifft. Von hier empfiehlt sich ein Besuch des naheliegenden Müngstener Brückenparks.
Anschlusswege
Kurz vor dem Ende trifft der Erlebnisweg Morsbach noch im Wald auf den Nordrundweg Müngstener Brücke, der das gleiche Wegzeichen der Regionale 2006
besitzt. Wenn man diesen nicht weiter bis zur Schwebefähre im Müngstener Brückenpark folgen will, so sollte man hier talwärts nach Müngsten gehen. Am Endpunkt selber trifft der Erlebnisweg Morsbach auf den Erlebnisweg Wupper, der ebenfalls mit dem Regionale 2006 Wegzeichen
markiert ist. Diesem kann man flussaufwärts zur Kohlfurth oder flussabwärts über den Müngstener Brückenpark bis Schloss Burg (und weiter) folgen.
Wegzustand und Begehbarkeit
Bis Clemenshammer führt der Weg, abgesehen von den ersten paar hundert Meter ab dem Hilbertshammer, über zumeist wenige attraktive Nebenstraßen. Aber Clemenshammer überwiegen Waldwege, unterbrochen von kurzen Asphaltabschnitten, die allesamt im guten Zustand sind. Trotzdem gibt es noch zwei unbefestigte Bachquerungen auf dem Weg. Die Steigung kurz vor Ende des Weges den Schimmelbusch hoch ist sehr steil und überwindet mittels Serpentinen auf kurzer Strecke sehr viele Höhenmeter. Dies ist der anspruchsvollste Teil des Wegs.
Der Weg ist auch in Gegenrichtung erwanderbar, da die Wanderzeichen in beide Gehrichtungen angebracht wurden.
