Alte-Haase-Weg (Süd)

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Wegzeichen Alte-Haase-Weg (Süd)

Alte-Haase-Weg (Süd)
Sprockhövel, Hattingen
NiedersprockhövelOber- und Niederstüter

Karte Alte-Haase-Weg (Süd)
Höhenprofil Alte-Haase-Weg (Süd)
Weglänge ca. 9,9 km
(inkl. mehrerer Stichwege zu den Sehenswürdigkeiten)
Steigung 247 Höhenmeter
Steigungsquotient 24,9 Höhenmeter pro km
Interessante Punkte Sprockhöveler Bahnhof, die bergbauhistorischen Stätten Sprockvövels, Paastal, Heimatstube Sprockhövel
KMZ-Datei Datei:Alte-Haase-Weg (Süd).kmz
ÖPNV ÖPNV Haltepunkte
Empfohlener Ausgangspunkt:
Bushaltestelle Sprockhövel—Niedersprockhövel, Post
AnreiseAbreise
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Buslinie 330, 332, 558 und 583
N 51° 21' 52.6", O 7° 14' 46.9"
Bushaltestelle Sprockhövel—Am Westen
AnreiseAbreise
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Buslinie 330, 332 und 558
N 51° 21' 29.3", O 7° 14' 35.8"
Bushaltestelle Sprockhövel—In den Hibbeln
AnreiseAbreise
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Buslinie 330
N 51° 21' 01.6", O 7° 14' 00.1"
Bushaltestelle Sprockhövel—Diefhausen
AnreiseAbreise
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Buslinie 330
N 51° 21' 09.1", O 7° 14' 21.9"
Parkplatz PKW Abstellmöglichkeiten
Empfohlener Ausgangspunkt:
Parkplatz Parkplatz Bahnhofsstraße
N 51° 21' 54.9", O 7° 14' 39.3" (Wochentags tagsüber zeitbeschränkt)
Wanderparkplatz Wanderparkplatz Alter Kohlenweg
N 51° 20' 53.6", O 7° 14' 30.1"
Restaurant Gastronomie Café

Hotel Restaurant Eggers

Hauptstraße 78 • 45549 Sprockhövel
N 51° 21' 51.0", O 7° 14' 45.1"
Gaststätte Restaurant Steakhaus Rose
Hauptstraße 79 • 45549 Sprockhövel
N 51° 21' 51.1", O 7° 14' 46.6"
Gaststätte Restaurant Akropolis
Wuppertaler Straße 15 • 45549 Sprockhövel
N 51° 21' 39.6", O 7° 14' 39.1"
Gaststätte Restaurant Dorfschänke
Wuppertaler Straße 22 • 45549 Sprockhövel
N 51° 21' 37.4", O 7° 14' 36.3"
Gaststätte Restaurant Reiterstübchen auf Gut Diefhausen
Hibbelweg 58 • 45549 Sprockhövel
N 51° 21' 09.4", O 7° 14' 18.9"
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Wanderführer Alte-Haase-Weg (Süd)

Der Alte-Haase-Weg (Süd) ist ein Wanderweg mit kulturhistorischem Hintergrund. Er wurde vom Heimat- und Geschichtsverein Sprockhövel e.V. und dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten e.V. entwickelt und führt zu alten Bergwerken und bergbauhistorischen Stätten in der über 400jährigen Geschichte des Kohleabbaus im Stadtgebiet von Sprockhövel, der Wiege des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet. Dieser bergbauhistorische Wanderweg ist nach der größten und letzten Zeche Alte Haase auf Sprockhöveler Gebiet benannt.

Es sollen an dieser Stelle nicht die 22 bergbauhistorischen Sehenswürdigkeiten des Weges im Detail beschrieben werden, dazu verweise ich auf das weitaus kompetentere Fachwissen des HGV Sprockhövel e.V. Weitere sehenswerte Punkte können auf einen weiteren Wanderweg, dem Alte-Haase-Weg (Nord), besichtigt werden.

Sehr informativ und für die Erwanderung des Alte-Haase-Wegs fast unverzichtbar, ist die Informationsbroschüre mit Wanderkarte "Die Spur der Kohle: Der Alte-Haase-Weg (Süd)" des HGV Sprockhövel e.V., die in dessen Heimatstube, im Bürgerbüro (Rathaus Haßlinghausen) oder beim Verkehrsverein (im alten Amtshaus in Niedersprockhövel) gegen einen kleinen Kostenbeitrag zu erwerben ist.

Inhaltsverzeichnis

Stationen

Der Rundweg Süd führt zu 22 Stätten und Objekten der Bergbaugeschichte, von denen viele vor Ort mit informativen Schautafeln erläutert werden.

  1. Bahnhof Sprockhövel
  2. Gasthof Rose, Bergarbeitertreff und „Vereinshaus der freien Gewerkschaften und Arbeitervereine“
  3. Firma Nüsser und Gräfer (Turmag), Bergbauausrüster
  4. Gasthof Hilgenstock (heute „Dorfschänke“), gesellschaftliches Zentrum der Gemeinde und Sitz des Knappschaftsunterstützungsvereins.
  5. Bergvorschule Sprockhövel, Ausbildungsstätte für den Steigernachwuchs.
  6. Wetteraufhauen auf Flöz Hauptflöz (Zeche Alte Haase), Luftschacht zur Herbeibringung von „frischem Wetter“.
  7. Zeche Vereinigte Wildenberg und Vogelbruch
  8. Hof Vogelbruch, Standort der Zeche Vogelbruch und einem tonnlägigen Schacht der Zeche Alte Haase zum Flöz Wasserbank.
  9. Kleinzeche Lange
  10. Alter Hohlweg, Pferdekarrenweg zum Transport der Kohle
  11. Kotten In der Hibbel, Wohnhaus der Obersteigers Georg Peter Hilgenstock. Die Familie Hilgenstock brachte zahlreiche Bergbeamte, Bergwerksdirektoren und Bergbauingenieure hervor und ist noch heute in Sprockhövel zahlreich vertreten.
  12. Hof Diefhausen und die Diefhauser Bank. Auf dem Hof wurde seit 1650 die oberflächennahe Kohle des Flözes Mausegatt (hier Diefhauser Bank genannt) abgebaut. Die Zeche Frosch wurde auf dem Grundbesitz 1739 durch die Hofbesitzer gegründet.
  13. Schacht „Im Brahm, Außenschacht (1953) der Zeche Alte Haase in Sprockhövel-Bossel].
  14. Alter Kohlenweg
  15. Kleinzeche Molly II
  16. Wüstung der Zeche Frosch, eine der ältesten Zechen in Sprockhövel.
  17. Firma Rudolf Hausherr & Söhne, 1918 gegründete Bergbaumaschinenfabrik.
  18. Hof Homberg und Hof Auf dem Bruch. Die beiden Höfe waren im Abbaugebiet der Zeche Frosch gelegen und mussten vielfältige Nachteile (Grundwasserabsenkung, Bergschäden und Wegenutzung) durch den Bergbau erleiden. Später wurden Schächte auf den Hofgeländen selbst angelegt.
  19. Zeche Sprockhövel, 1881 unter anderem aus der Zeche Frosch hervorgegangen.
  20. Luftschacht des Erbstollens der Zeche Frosch.
  21. Bergmannskotten Erlbruch (1888), Nebenerwerbslandwirtschaft des Bergmanns Julius Erlbruch.
  22. Heimatstube des Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel e.V. mit umfangreicher bergbauhistorischer Sammlung

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt für die Wanderung ist der ehemalige Niedersprockhöveler Bahnhof an der nun stillgelegten Bahnstrecke Wuppertal—Hattingen. Der Weg führt von hier auf die Niedersprockhöveler Hauptstraße, der Wuppertaler Straße. An der Heimatstube des HGV Sprockhövel e.V. vorbei geht es mehrere hundert Meter die Straße entlang, an der man die Gebäude von Zulieferbetrieben für Bergbautechnik und eine alte Gaststätte der Bergmänner betrachten kann. Der Weg biegt in ein Wohngebiet ab und führt anschließend über freies Feld in ein Wäldchen oberhalb des Paasbach hinein.

Der Bach wird auf einer kleinen Holzbrücke überquert und der Weg macht, bevor es an der Hofschaft Vogelbruch vorbei geht, noch einen kleinen Abstecher zum Passbach bei Westerfelde. Über einen alten Hohlweg, der früher als Transportweg für die geförderte Steinkohle genutzt wurde, geht es zum Hibbelweg. Der Weg führt nun den Hibbelweg hinauf zur Hofschaft Diefhausen und weiter zum alten Schacht Am Brahm, wo der gleichnamige Weg wieder auf die Wuppertaler Straße trifft.

Über den Alten Kohleweg, der auch heute noch so heißt, geht es mit einem kleinen Abstecher zur Kleinzeche Molly II zu dem kleinen Wäldchen Breloer Gehölz, von dessen Betreten außerhalb der Wege wegen Bergschäden dringend abgeraten wird. Zu recht, denn hier finden sich gleich mehrere alte Schächte und Kleinzechen. Der Weg führt trotzdem in einer Schleife durch das Wäldchen und trifft wieder auf den Alten Kohlenweg. Entlang dem Hoberner Weg geht es nun zur Trasse der stillgelegten Bahnlinie zwischen Wuppertal und Hattingen. Auf der nun zum Rad-/Wanderweg ausgebauten Trasse geht es nun wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.

Wegzustand und Begehbarkeit

Anfangs verläuft der Weg auf innerstädtischen Straße, unter anderem auf der Niedersprockhöveler Hauptstraße. Der Rest des Weges verläuft auf Waldpfaden, Feldwegen, der ausgebauten Bahntrasse und vor allem, auf weiteren Asphalt.

Der alte Hohlweg vor dem Hibbelweg ist bei Regenwetter katastrophal. Durch Pferde vollkommen zertrampelt, gibt es fast hundert Meter lang auch keine Chance dem knöcheltiefen Morast zu entgehen, da das Buschwerk links und rechts neben dem Hohlweg zu dicht für einen parallelen Pfad ist. Bei allen Verständnis für die reitenden Mitmenschen - auf Wanderwegen (Der Streckenabschnitt wird auch von den Hattinger Rundweg genutzt) haben Pferde nichts zu suchen und erst recht diese nicht in einen solchen Zustand zu versetzen.

Die Wegzeichen wurden Anfangs zweifarbig aufgemalt, vereinzelt wurden auch auf geeignetem Untergrund Aufkleber angebracht. Im Laufe der Zeit wurden diese Zeichen aber nicht aufgefrischt, sondern wurden durch schwarz-weiße Tafeln mit Pfeilen ersetzt. Die ursprünglichen Zeichen sind daher stark verblasst.

Wegverlauf

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